Heute zeige ich dir, wie du deine Idee am besten testen kannst und gezielt vorbeugst, Geld unnötig zu verprassen.
Nun, vielleicht fragst du dich, was der Sinn eines solchen Tests ist? Ein Test dient vor allem dem planvollen Start des eigenen Vorhabens und liefert dir aussagekräftige Daten, auf denen du aufbauen kannst. Wer ins Blaue hinein agiert, wird nicht selten teure Fehler begehen und damit wertvolles Geld verlieren.
Im worst case könnte dies sonst folgendermaßen aussehen: Du bestellst eine Vielzahl an Produkten, errichtest einen Onlineshop samt weiterer Accounts und hast vielleicht sogar schon ein großes Lager in Planung. Nun, all dieser zeitliche und finanzielle Aufwand ist sinnlos, wenn du keines deiner Produkte schlussletztlich verkaufst.

„Ich wusste, ich musste meine Idee testen!“

Daher möchte ich dir erläutern, wie ich damals vorgegangen bin. Ich wollte mich mit meinem Shop auf Urzeitkrebse und Aquaristik spezialisieren. Allerdings nicht, ohne meine Idee vorher zu testen. Denn wenn auch es bereits damals viele Verkäufer gab, die mit dieser Idee Erfolg hatten, war unklar, ob sich mein Vorhaben auch lohnen würde. Einzig das Potenzial dieses Produkts konnte ich bereits damals erkennen. Es folgte ein erster Versuch auf eBay. Dort platzierte ich eine kleine Menge an Triops-Eiern die ich zuvor importierte. Meine Kosten blieben stets überschaubar. Zusammen mit zusätzlichem Futter und selbstverfassten Anleitungen bot ich drei verschiedene Sets auf eBay an. Orientiert habe ich mich immer an den bekanntesten Urzeitkrebsarten. Am 20.01.2013, meinem ersten Verkaufstag, konnte ich bereits zwei Verkäufe ausmachen, die sich in den Folgetagen und Wochen sogar noch steigerten – und das weltweit. Damit war bewiesen, dass meine Idee funktionieren konnte und ich ging am 10.02.2013 mit meinem eigenen Onlineshop an den Start.

„Nimm jedes Resultat ernst!“

Ihr erinnert euch, dass ich mit einem Einsatz von weniger als 500 Euro startete und inzwischen sechsstellige Umsätze verzeichnen kann? So war es: Mein damaliger Gambio-Shop kostete mich lediglich 150 Euro. Heute sind die Möglichkeiten aufgrund zahlreicher Shopanbieter selbstredend noch gestiegen. Als Neuling auf dem Markt entschied ich mich anfangs für vergleichsweise niedrige Preise. Bedenke, dass du deine Preise jederzeit anziehen kannst, sobald du erste Stammkunden generiert und dir einen Namen gemacht hast. Solltest du einen Test starten und über Wochen nichts verkaufen, dann nimm auch dieses Zeichen ernst. Entweder ist dein Vorgehen falsch oder du hast mit deinem Produkt schlichtweg keine Chancen auf dem Markt. Wähle für deine Testverkäufe einen Kanal, auf dem du schnell und unkompliziert agieren kannst. eBay ist hier die erste Wahl, da diese Plattform sich nicht nur an einer enormen Bekanntheit erfreut, sondern dich auch unbürokratisch und ohne gewerblichen Account verkaufen lässt. Achte hierbei jedoch auf die vorgegebenen Stückzahlen. Die ebenso bekannte Plattform Amazon ist hier klar zu differenzieren. Zwar kannst du dort ebenfalls sofort verkaufen – wirkliche Erfolge stellen sich jedoch erst ein, wenn du dir hinsichtlich Verkaufszahlen und Kundenbewertungen ein gewisses Ranking erarbeitet hast.

„Fixiere dich niemals auf nur eine Verkaufsplattform!“

Was ebenso immer wieder in aller Euphorie vergessen wird, sind rechtliche Regulatorien. Mach dich daher vorab eingehend schlau, ob der Verkauf deines Produktes auch konform mit diversen Patent- und Markenrechtsbestimmungen geht. Spezialisierst du dich auf Elektronik-Artikel, dann setzt dies beispielsweise vorab eine Registrierung bei der AER voraus. Auch die Versandkosten fallen je nach Produktart gänzlich unterschiedlich aus. Während du beispielsweise 1000 Hundeleinen problemlos per Luftfracht importieren kannst, sieht der Fall bei großen und schweren Produkten, wie zum Beispiel Teleskopen, schon deutlich anders aus.
Verwende möglichst eigene Produkt-Fotos, um dir Individualität zu sichern und Probleme mit Copyright zu vermeiden. Auf der Plattform Fivver beispielsweise kannst du auch kleinere Arbeiten, wie das Freistellen von Bildern, von Experten für wenig Geld erledigen lassen. Beachte bei deiner Produktbeschreibung die 80-20-Regel von Pareto. Halte diese möglichst einfach und aussagekräftig. Übersichtliche Absätze und Bullet-Points sind optimal, um die Stärken deines Produktes hervorzuheben. Wenn dein Vorhaben gelingt und du gute Verkäufe erzielst, kannst du auch nachträglich deine Preise variieren oder dein Sortiment mit passenden Produktarten aufstocken. Erst wenn die Verkäufe auf eBay für sich sprechen, sollte ein Onlineshop folgen. Fixiere dich keinesfalls auf einen einzigen Verkaufskanal. eBay und Amazon haben strenge Restriktionen und eine ungewollte Sperrung kann mitunter immense Umsatzeinbußen nach sich ziehen. Deinen Onlineshop kann dir keiner nehmen.

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinen Erfahrungen helfen und dir eine hilfreiche Anleitung an die Hand geben. Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann freue ich mich über eine Fünf-Sterne-Bewertung, denn nur so komme ich mit meinem Podcast weiter nach oben und wir können gemeinsam wachsen. Mein Name ist Ben Schneider, ich in dein Business Coach und mit mir machst du mehr Umsatz!